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Dunkelelfen vs. Bretonen

Mein Name ist Jean Jac Mallenceur und ich war Hofschreiber Seiner Herzöglichen Erhabenheit Alfons des Dritten
Bis zu diesem unsäglichen Tag führte ich eine frommes Leben auf der Burg meines Herren und fand geistlichen Beistand in der Kapelle der Herrin des Sees.

Eines Morgens, ich beschäftigte mich gerade mit den 6 Sonetten, die ich zum Geburtstag der Prinzessin zu ihrer Ehre vortragen wollte, wurde der tägliche Trott unterbrochen durch einen Boten, der eine schlimme Nachricht brachte.
Die Ländereien meines Herren wurden überfallen!
Piraten waren an unserer Küste gelandet und hatten sofort angefangen Männer und Frauen zu verschleppen und niederzubrennen was ihnen im Weg stand.
Die Bauern hatten ihnen nichts entgegenzusetzen und die wenigen, die versucht haben Wiederstand zu leisten, wurden erbarmungslos niedergemacht.
Es war die heilige Pflicht meines Herren, seinen Schutzbefohlenen beizustehen und sie vor allem Übel zu bewahren und so machte er sich auf, dem Eindringling entgegenzutreten.

Glücklicherweise befanden sich just zu dieser Zeit eine Gruppe der Ritter des Grals in unserer Burg, die sich sofort bereit erklärten, unserem Herzog beizustehen.
Unter ihnen befand sich auch der Bruder meines Herren und ihm gewährte Alfons die Ehre, seine persönliche Standarte zu tragen.
Zusammen mit dieser mächtigen Gruppe ritten noch zwei komplette Regimenter Ritter meines Herzogs mit in die Schlacht, unterstützt von ihren Landsknechten, die zu Fuß und mit Hellebarden ausgerüstet ihren Herren folgten.
Zum Schluss stieg unser Herzog auf seinen mächtigen Hippogreifen und führte so aus der Luft persönlich sein Heer in die Schlacht.

Als ich dann endlich unseren Feind zu Gesicht bekam, stockte mir der Atem. Unser Gegner war nichts geringeres als die grausamen, dunklen Elben aus Naggaroth.
Von meinem Standpunkt aus konnte ich das Schlachtfeld überblicken, und was ich sah, gefiel mir ganz und garnicht.

Mitten auf dem Feld stand eine einsame Ruine und rechts davon – mir brach der Schweiß aus – ein Regiment der schrecklichen Echsen, von denen ich gehört hatte und neben ihnen…
Oh Herrin des Sees! – ein riesiges Untier mit 5 Köpfen und Panzerplatten am ganzen Körper, mühsam in Schach gehalten von zwei Elfen und da – ein dritter schien nur eine Handbewegung zu machen und das Untier beruhigte sich. Das schien sein Meister zu sein.
Neben diesen befand sich ein großes Regiment der Piraten und daneben die gefürchteten Repetierarmbrustschützen, gut das unsere Ritter von ihrem Panzer geschützt sind, nur um die Landsknechte machte ich mir Sorgen.
Was war das hinter den Schützen? Noch mehr Monster, diesmal geflügelte aber kleinere und wenige – wenn nur das Kreischen nicht wär…
Ganz links sah ich dann zwei ihrer Kriegsmaschienen, die sie von Bord mitgebracht haben müssen und ein paar ihrer reitenden Kundschafter, die sich schon vor Schlachtbegin in unsere Richtung aufmachten – welch Blasfemie.

Als ich unsere Seite inspizierte, konnte ich nur ritterliche Ehre und Mut erkennen.
Direkt links und den schwarzen Reitern gegenüber stand das Regiment unserer Gralsritter – mein Herzog hatte wohl vor mit dieser Einheit die Gegner komplett von der Seite aufzurollen.
Rechts daneben standen die Ritter des Herzogs – beide Regimenter, wie es sich gehört genau gegenüber der größten Ansammlung der Feinde und daneben unser Herzog selbst auf seinem Hippogreifen.
Auf der rechten Flanke dann die Landsknechte, die wohl versuchen würden, die Ruine rechts zu umrunden. Allerdings standen sie so genau den schrecklichen Kampfechsen gegenüber – das lies mich nichts Gutes erahnen. Dann rief uns unser Herzog zu, niederzuknien und die Herrin des Sees um eine glorreiche Schlacht zu bitten, auf dass sie uns vor den unheiligen Geschossen beschütze. Als wir unseren Blick wieder hoben, waren die Dunkelelfen schon ein Stück näher gekommen – die Schlacht hatte begonnen!

Anbei eine schnelle Notiz über die Aufstellung unserer und der gegnerischen Truppen:

Die heiligen Truppen des Herzogs

Der Feind

So stand ich also wieder einmal der Elite der Menschheit, den Bretonen, gegenüber und diesmal konnten sie sich auf ein Regelwerk stützen, das mehr Seiten Sonderregeln, als Seiten für ihre Armeeliste enthält.
Die neue Regel für die Lanzenformation war allem Anschein nach wieder so mächtig wie früher und auch der Segen hatte zugelegt.
Trotz besseren Wissens stellte ich aber Armbrustschützen und zwei Speerschleudern auf – irgendwie sollte ich es schon schaffen, die Herrin des Sees davonzu überzeugen, dass diese Ritter ihren Segen nicht wert waren…
Absolute Pflichtauswahl war diesmal die Königshydra. Ich wollte sehen, ob sie das hält, was sie verspricht.
(Ihr wisst: Säureatem: Stärke 3, keine RW ; Säureblut: pro LP Verlust ein Stärke 3 Treffer (kein RW) ; selbst einen RW von 3+ ; aber Blödheit bei < 4 LP)
Natürlich durften bei diesem Überfall die Korsaren nicht fehlen – unter ihnen befand sich ein Assassine mit der Fähigkeit „Berührung des Todes“. Ich konnte mich damit nicht abfinden, Assassinen als unfähig abzustempeln und ich sollte es nicht bereuen…
Angeführt wurde meine Armee von der Erzmagierin Fynwirr, die ich zu ihrem Schutz vor Blitzen und ähnlichem (die Wahl meines Gegners war natürlich der magische Wind Azyr) an das Regiment Schützen angliederte und deren Wahl diesmal die Magie der Schatten sein sollte.
Meine ganze Taktik beruhte auf einer großen Überlegenheit in der Bewegung und Schattenmagie unterstützt diesen Aspekt noch zusätzlich, besonders mit dem „Schleier der Finsternis“ (Vanhel’s Totentanz für Lebende!).

Ich will diesmal meine Betrachtungen mehr auf taktische Züge und herrausragende Geschehnisse lenken, anstatt den ganzen Schlachtverlauf chronologisch darzustellen.

Die erste für Dunkelelfen besonders wichtige Station ist die Plazierung der Armee auf dem Spielfeld. Schon hier werden manchmal Schlachten gewonnen und verloren.
Mein Gegner wollte natürlich ein freies Feld, um seine Ritter möglichst geradeaus in den Nahkampf zu bekommen und da er das bessere Würfelglück hatte, blieb mir nur die Ruine, die ich aber in der Mitte plazierte, einmal um eine sichere Abgrenzung der Flanke zu bekommen und natürlich um meine 5 Schatten zu plazieren.
Jetzt kam es darauf an. Nachdem er ein Regiment Ritter und seine Landsknechte und ich die Schützen und Harpien in der Mitte plaziert hatten, stellte ich meine Reiter ganz rechts auf.
Er lief auch glatt in die Falle und konterte mit seinen Gralsrittern!
Damit hatte er sein bestes Regiment ganz an der Flanke und meine Aufgabe war es nur noch dieses Regiment so lange zu beschäftigen, dass ich den Rest vernichten konnte ohne darauf achten zu müssen.
Und das klappte auch wunderbar…

Nachdem ich meine Nahkampf-Truppen so plaziert hatte, dass ich noch vor der Ruine in die Mitte schwenken konnten, konnte es losgehen.
Jetzt sollten die schwarzen Reiter mal zeigen, was leichte Kavallerie so kann. Ich lies sie bis auf 11 Zoll auf die Gralsritter zustürmen und schoss auf sie – der Bretonenspieler konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen, als ich natürlich keinen ausschaltete, aber das war ja auch nicht mein Ziel…
Völlig überzeugt, dieses Mini-Problem bald loszusein sagte er daraufhin einen Angriff auf meine Kavallerie an und – was auch noch zu erwarten war – die flohen aus seiner Reichweite.
Hier ist es wichtig, die Reiter vorher nicht zu nah an den Gegner, aber auch nicht zu nah an die eigene Spielfeldkante zu stellen, sie müssen aus der Angriffsreichweite und dürfen nicht vom Feld fliehen.
Wenn das klappt, hast Du gewonnen.
Durch die unheimliche Beweglichkeit und die Sonderregel, sich normal bewegen zu können, hatte ich meine schwarzen Reiter in Runde Zwei direkt in seiner Flanke stehen und außerhalb seines Angriffsradius!
Das Sammeln ist noch ein weiterer Punkt, aber mit Musiker darfst Du mindestens auf die Neun testen, das sollte reichen. Wenn es klappt, hast Du seine Flanke und er ist erstmal aus dem Spiel.
Diesen taktischen Vorteil kann man vielfältig nutzen (schießen, angreifen, etc.), aber ich wollte ihn nur verlangsamen und so liess ich sie den Rittern auf Schritt und Tritt einfach folgen.
Das Gralsregiment hat bis Runde Vier nur eine Speerschleuder (die ich geopfert habe) vernichtet und dann war ich auch schon mit meiner Hydra da…

Diese Hydra will ich als nächstes betrachten.
Ich glaube ich habe eine neue Lieblingseinheit. Diese Königshydra, beherrscht durch einen zusätzlichen Bestienmeister, der zu allem Überfluss auch noch das Schattennetz mit sich trug, war der Gewinner der Schlacht!
12 Zoll Bewegung reichte aus, um die Hydra in Runde Zwei zwischen die Ritter zu bewegen und ihren gefährlichen Säureatem einzusetzen.
Jetzt waren die Ritter aus dem Konzept gebracht. Es war ihnen nicht mehr möglich, alle Einheiten (Zwei Regimenter und den Herzog) zusammen angreifen zulassen, die Hydra stand einfach im Weg.
Also mussten sie sich aufteilen, und obwohl nichts anderes möglich war, war das ihr größter Fehler.
Die einen griffen die Korsaren an, die anderen die Repetierarmbrustschützen und der Herzog die Hydra.

Der Kampf mit den Korsaren war zu meinem Glück mit viel Pech auf seiten der Ritter verlaufen. Ich hatte vergessen meinen Assassinen zu enttarnen und bei näherer Betrachtung der Regeln kam herraus, dass die Blutstandarte nur beim Angriff zählt. Trotzdem habe ich diesen Kampf haushoch gewonnen, da es die Ritter geschafft hatten keinen! einzigen Korsaren zu verletzen.
Der Kampf mit den Schützen ging natürlich den Erwartungen entsprechend aus, obwohl ich eines erkannt habe:
Ich hatte meine Einheit für insg. 10 Punkte mit Schilden ausgerüstet und diese geringe Punktzahl verschaffte ihnen doch noch einen 4+ RW. Hätte ich ihnen auch noch eine Standarte gegeben, und sie vor dem zu erwartenden Angriff in Glieder umformiert, hätten sie eine gute Chance gehabt stehenzubleiben!
Diese Theorie werde ich in nächsten Spielen weiter testen und mal eine Einheit von 20 Schützen, für den Nahkampf ausgerüstet aufstellen. Stellt Euch mal vor, die haben alle Platz auf einem Hügel: 40 Schuss und wenn sie angegriffen werden einen 4+ RW und einen sicheren Bonus von 5! auf das Kampfergebnis (3 Glieder, Standarte, kämpfen von oben). Und es sind Elfen, ist das nichts?

Alle Erwartungen sprengte die Hydra.
Nachdem der Herzog und sein Hippogreif trotz Segen schon etwas Schaden durch Beschuss abbekommen hatten, hatte er keine Chance gegen sie. Obwohl ich für das Schattennetz eher unterdurchschnittlich gewürfelt habe, war der Herzog samt Reittier nach zwei Runden Geschichte. Meine Hydra hatte zwei LP verloren, durch die Sonderregel „Säureblut“ war das aber eher noch positiv.
Selbst als sie das Gralsritterregiment angegriffen hat, hat sie noch fürchterlichen Schaden verursacht, aber gegen Regimenter ist es für Monster ohne Kampfboni fast unmöglich alleine zu gewinnen und so nahm sie ein unrühmliches Ende (Aufrieb um einen verhauen…).

Noch ein paar Worte zu dem Assassinen und Magie.
Ich gebe zu, dass ich beim Verwundungswurf öfters Glück gehabt habe (insg.vier 6en) und 30 Punkte für den Todesstoß ist wirklich abzuwägen, aber in der sechsten Runde, ich hatte schon alle bis auf einen gegnerischen Stufe 2 Zauberer ausgeschaltet und meine Bewegung war vorbei, erschuf ich für Schattentanz ein Schattenross und liess ihn damit direkt in die letzten drei Gralsritter stürmen.
Gleichzeitig zauberte ich das erstemal erfolgreich „Schleier der Finsternis“ und mein Echsenritterregiment fiel in diesen Kampf ein.
Was soll ich sagen, 6 Echsenritter haben es geschafft einen Gralsritter zu erlegen und Schattentanz hat mit dem Rest aufgeräumt!
Schattenmagie ist, wie es ihrer Natur entspricht eher unscheinbar, aber im richtigen Moment kann sie eine Schlacht entscheiden.

Es wäre noch so viel zu erzählen, aber ich denke, das reicht vorerst.
Dunkelelfen sind eine faszinierende Armee und wenn alle ihre Teile zusammenspielen ergibt sich ein tödlicher Tanz gegen den kein Gegner bestehen kann.
Ich habe diese Schlacht mit einem überlegenen Sieg gewonnen, von meinem Gegner standen nur noch ein paar Landsknechte und ein kleiner Magier. Mehr Sklaven für Malekith!
Falls Ihr noch irgendwelche Fragen, oder Anregungen habt, mailt mir einfach an nils_at_dunkelelfen.de
Ich wünsche Euch weiterhin viel Spaß und bleibt mir treu 😉
Euer Dunkelelfenscherge.

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