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Die Schlacht des Sonnenbundes

Es war ein herrlicher Abend. Die Sonne war gerade hinter dem Weltrandgebirge verschwunden, die gesamte Stadt lag in fast vollständiger Dunkelheit. Die wenigen Laternen und Miliz-Patroullien erhellten an so mancher Strassenecke das graue Pflaster. In der Ferne konnte man auch das Donnern hören, der Pöbel hatte Angst vor einem gewaltigen Sturm, der sich angeblich weiter im Norden abspielen sollte.
„Das Donnern ist wirklich gewaltig…“ Die anderen Milizionäre hatten nur ein nettes Nicken für Karl Koplikens Bemerkung übrig. Karl ging mit beleidigter, ernster Miene mit den 5 anderen Männern weiter die Strasse hinauf.
Viele Bürger hatten in letzter Zeit von Einbrüchen und Überfällen berichtet, also hatte der örtliche Magistrat den Befehl erteilt, Patroullien den ganzen Tag über auszuschicken. Und so war es schon die ganze Woche.

Selbst auf den Zinnen der Festung in der Mitte der Stadt waren Wachen aufgestellt. Doch von einem Moment auf den anderen, hatte Karl das Gefühl, etwas über sich hinweg fliegen zu sehen… Als er sich umsah, erkannte er, dass auch ein paar andere der Soldaten etwas bemerkt haben mussten. Doch nach allgemeiner Verwirrung ging die Gruppe weiter, jeder mit einem komischen Gefühl im Bauch.
„Das war ein Vogel. Ein Rabe oder sowas.“ hatte Thilo, der Hauptmann gesagt. Doch jetzt hatte jeder ein komisches Gefühl im Bauch – als wenn noch irgendetwas passieren sollte. Karl zuckte zusammen, als ein weiterer lauter Donnerschlag durch die Strassen hallte. Es klang wie ein gewaltiges Lachen…

N orton hing an dem Balkon eines großen Handwerkshauses. Er hatte den Menschen gelauscht.
„Ein Vogel, sagen sie… Was sie nicht wissen, macht sie nicht heiß.“ und mit einem bösartigen Lächeln zog er sich mit einem kräftigen Ruck nach oben. Er zog stark am Seil, und wie von Zauberhand flog der Haken quer über die Strasse hinweg, direkt in die Hände des Blutschattens.
„Diese Magie ist doch sehr nützlich.“ dachte Norton sich, und schaute sich unter den Schatten um. „Jort, gib den anderen unseren Status durch. Sie sollen sich für morgen fertig machen…“
Und so verschwanden alle bis auf den einen Schatten ins Haus. Die Schreie der Bewohner ertönten nur leise, und ein kleiner Lichtblitz von einem weit entfernten Hügel und anderen Häusern bedeutete, dass wohl alle bereit waren.

Und so verschwand auch der letzte Schatten von den Straßen…

Die Nacht war lang, doch nun befanden sich beinahe alle Generäle, Zauberer und Hauptmänner im schnell improvisiert aufgestellten Zelt.
Kay’ron stand mit seiner Hellebarde vor dem Eingang als Wache, sollte doch niemand ausser diesen Individuen vorerst den Plan erfahren.
Er hörte nichts, doch sah er jeden der Anwesenden, und er war überrascht, so viele bekannte Gesichter, Legenden zu sehen.
Da waren Tahldyra, Delkor und Eldreth, der sich lachend mit ein paar anderen in eine Ecke verzog. Diese waren – und Kay’ron war über deren Anwesenheit wirklich sehr überrascht, und ihm überkam die reinste Angst – Archaon, der Lord des Chaos, und Valnir, der Schlächter, der große Champion des Nurgle, so verfallen war er, dass man ihn erkennen musste. Seine Rüstung war nur noch ein Bruchstück, überall Löcher und zerfetzte Teile, aber dennoch wandelte dieses Wesen immer noch unter den Lebenden.
Dagegen waren die Gestalten der Druchii und Archaons wirklich ein besonderer Anblick. Jeder hatte eine reich verzierte Rüstung, mit allerlei Magischen Sprüchen belegt, und jedes war eine Legende und ein Relikt für sich.
Auch die Orks waren mit ihren besten Generälen angekommen, darunter Grimgork, Grom der Fettsack und sogar Azhag mit seinem Lindwurm, der sich gerade in einem der Gehege an ein paar Snotlings vergriff.

Doch nun kamen auch die Vampire dazu, alles Blutdrachen, aus dem fernen Bretonia und den Carsteins, den wahren Herrschern Sylvanias.
Es war ein fast schon berauschender Anblick, wie sich viele dieser starken, berüchtigten und gefüchteten Legenden hier versammelt hatten, um diese Festung hier in der Nähe zu erobern.

N un versank die Sonne komplett, die Schwarze Kutsche der Vampire fuhr nun Richtung der Lagerplätze der Streitwagen und der Stallungen.
Und eins wusste Kay’ron: Der morgige Tag wird eine gewaltige Schlacht erleben, und vielleicht würde dies auch das Ende des „Sonnenbundes“ bedeuten…
„Donnern… wir dachten, das war Donner…!“ rief Heinrich, der Magistrat der Stadt.
„Das ist kein Donner! Das ist das Böse!“ schrie er, und fiel plötzlich von der hohen Mauer des Festung.

„Er nervte,“ erklang die Erklärung Trendos auf die Frage Nortons.
Er sah den Flug des Magistrats. Es war ein perfekter Schuss direkt in das Herz des Menschen.
„Guter Schuss, das muss man dir lassen.“ Norton klopfte dem Schatten auf die Schulter und ging Richtung der gefesselten und geknebelten Menschen auf dem Bett.
„Ihr! Ihr bleibt hier und haltet die Klappe! Dann passiert euch nichts!“ Norton lächelte bei dieser Bemerkung. Sie würden sterben, so oder so, doch wieso jetzt einen Bolzen oder Energie vergeuden?
Das konnten sie auch nach der Schlacht tun…

Die Armee hatte sich versammelt. Überall waren Krieger. Druchii, Orks und Goblins, Tiermenschen, Vampire und Untote und sogar Chaoskrieger in ihrem schweren Chaosrüstungen aus dem Norden.
Selbst Dämonen hatten sich hier versammelt, doch keine Niederen, sondern die wirklich groeßen…

Eldreth stand mit Valnir auf einem Hügel und begutachtete mittels Fernglas die Festung und die Stadt.
Er hatte den Magistrat gesehen, wie er erstarrt auf der Wehrmauer stand, und vor Angst zitterte, als er die Armee gesehen hatte… „Die Mitternachtsarmee“…
Obwohl Armee der, der der Menschen überlegen war, an Kriegern wie an Schützen, hatte eldreth auch bedenken.
Ein Schwarzer Bote hatte ihm gemeldet, dass sich auch Zwerge und Bretonen in den Mauern dieser Festung aufhalten sollten. Und sogar seine verhassten Vettern vom fernen Kontinent Ulthuan!
Wie konnten es diese Weichlinge wagen, hier, an einem baldigen Ort des Schreckens, aufzutauchen!

„Macht Euch keine Sorgen, mein Freund.“ erklang eine finstere stimme hinter ihm. Sie klang beinahe hohl, fast überdimensional. Doch er kannte sie. Es war Archaon.
Valnir vereugte sich, und es krachte in seiner Rüstung, als wenn Knochen brechen und Fleisch von den Knochen fallen würde.
„Ihr wisst doch, um unsere Belagerungstürme, Rammen und Rammböcke. Ihr und Eure Gefolgsleute werden die gelegenheit bekommen, die Festung zu stürmen, und eure Verwandten niederzumachen.“ Und tatsächlich, jetzt wusste der Dunkelelf wieder um die Belagerungsgeräte: Die Stadt war umringt von den kriegern des finsteren ündnisses und auf jeder Flanke, jeder Seitewaren Leiterträger, Rammböcke, Belagerungstürme und ähnliches aufgebaut…
„Wir werden gewinnen“ flüsterte Eldreth leise und blickte auf die stolze Armee hinab…
Und als nun alles bereit war, ertönte auch das gigantische Horn. Das war das Zeichen. Die Helden marschierten zu ihren Soldaten und kurz darauf ertönten von überall, aus allen Himmelsrichtungen die Schlachtrufe 6 verschiedener Völker, die alle gemeinsam in die Stadt Praag einfielen…

S o fing es also an.
Also, an einem Wochenende (1. – 3. März) waren ich und 9 andere in unserem hiesigen Warhammer-Laden.
Jeder von uns hatte mehrere, schön verzierte, gut lesbar beschriftete Armeeboxen (!) dabei. Wir holten aus den Lagerräumen noch ein paar zusätzliche Tische, der Tisch auf dem großen Podest war nun gewaltig. Um uns herum standen mehrere, kleine Tische, auf denen bereits das erste Gelände stand: detaillierte Gänge, Gänge im Inneren des Schlosses, ein paar kleine Räume und einen großer Festsaal.

Nun kam das eigentliche Spielfeld an die Reihe: Die Stadt war verwinkelt, großflächig (mit Marktplatz, Park und Turnierplatz) und schön anzusehen. Die Festung an sch war aber wirklich gewaltig und gewann jeden neugierigen Blick für sich. Ausser herum gab es grüne, saftige Wiesen, Hügel und Wälder. Sogar eine Handelsstrasse war hier, die noch eine gewisse Rolle spielen sollte. Doch nun das Wichtigste, was wir die nächsten Tage wohl am meisten zu Gesicht bekamen: Die Masse an Modelle in den Armeeboxen.
Zuerst (nach etwa 15 Minuten) erschien es einem nicht viel für so ein gewaltiges Spielfeld, doch nach etwa einer Stunde standen die meisten Armeen bereits, und es war wirklich ein atemberaubender Anblick! Tausende Goblins, Orks, Gors und Ungors, Chaoskrieger, Dunkelelfen, Niedere Dämonen und Untote. Sogar die Großen Damönen waren allesamt anwesend…
Das war schon WOW, aber als dann auch noch die andere Seite ausgepackt hatte, gab es nur noch Erstaunte Rufe von beiden Seiten und auch Bewunderungen mancher bestimmter Modelle. Es war wirklich unbeschreiblich.

D ie Regeln
Ok, nachdem alles erstmal auf den Tisch gestellt wurde, gab es die ersten Diskussionen. Es gab ein paar Einsprüche gegen Charaktermodelle und gewisse andere Sachen.
Ihr müsst wissen, wir spielten nach der 5. Edition, und da gabs ja allgemein bekannt das Problem, das Chars sehr stark, wenn nicht übermächtig waren. Aber es war nichts allzu ernstes dabei, alle hatten sich fair geeinigt und schon im Vorraus darauf hin gearbeitet, in solchen Bereichen fair zu spielen. Doch dann kam das erste große Ärgernis: Die Magie.
Jeder hatten wir nur 3 Pack Magiekarten mitgebracht – es kam einen echt sehr wenig vor, bei all den Zauberern/-innen und anderen Wesen. Daher wurden noch zwei packs ausgeteilt, und man einigte sich darauf, das jede Seite einen Pool einrichtet, von der dann jeder die karten nehmen konnte (also musste abgesprochen werden…) (Mir war das nicht so geheuer, dass sich da alle aus einem Pool bedienen konnten, aber im Nachhinein hat es mir eigentlich sogar gefallen.) Jede Seite durfte 3 Besondere Charaktermodelle haben, dazu später mehr.
Dann die anderen Spielregeln: Es war jedem erlaubt, wenn sich ein Regiment in der Stadt aufhalten sollte oder hineinmarschiert, darf es „lockere Formation“ einnehmen, aber nicht im eigentlichen Sinne, sondern nur, um das Begehn der Strassen und Häuser besser darzustellen (… und wegen dem Anblicks… :[=] ) Dies gilt auch für die Anwesenheit in den Gängen der Festung und eben in Häusern. Die Umformierung zieht keine Bewegung oder sowas ab, es hat keinen Einfluss auf die Bewegung. Aber für die Regis gelten eben nicht die Regeln wie für Plänkler, und sie dürfen auch keine Kletterhaken erhalten.
Die Festung: normale Regeln, bis auf den Punkt, dass Krieger in die Festung hinein gehen können (nur durch Türen, ausser Plänkler, die dürfen auch durch Fenster)
Achja, die Großen Dämonen und Monster mit Flügeln: Sie kosten doppelte Punkte… ohoh…
so, weiter geht’s…

D ie Armeen
„Der Bund der Sonne“ (echter Name!)
Verteidiger der Stadt Praag und der Festung (15.000 Punkte)
3.000 Pkt. Hochelfen
– viel Beschuss (Bogenschützen) und Magie

5.000 Pkt. Imperium
– alles drinnen, aber Kriegsmaschinen in Hülle und Fülle

3.000 Pkt. Zwerge
– stellen die Infantrie

4.000 Bretonen
– stellen hauptsächlich Kavallerie und Beschuss (was sonst?)

„Die Mitternachtsarmee“
Belagerer, das Böse aus dem Norden
7.000 Pkt. Dunkelelfen
– alles drinnen

5.000 Pkt. Vampire und Untote
– Nahkampf, Magie

8.000 Pkt. Orks & Goblins
– Nahkampf, Nahkampf, Nahkampf… (ein bißchen Beschuss…)

10.000 Pkt. Chaos (Dämonen, Tiermenschen und Chaoskrieger)
– Nahkampf, Magie…

so, genug der Vorbereitung, dann halt die Schlacht…

D er Donner, der Sturm und die Sonne…
„Für Tor Anlec“
„Blut für den Blutgott! Schädel von seienm Thron!“
„Alle Orkze rennen ‚etzt! Wir tret’n die Menschänz in da Staub!“
Ein Markerschütterndes „Waaaaaaaaaaaaaaaaaagggghhhhhhhhh!!!!“

Das verursachte die Angst in den Kriegern der Verteidiger. Sogar die Festungsmauern erbebten unter den Füssen des Grünen Ritters auf der Wehrmauer… Er erblickte die Weiten der gegnerischen Armee. Es war wirklich gewaltig…
Von überall, aus allen Richtungen stürmten Krieger, Regimenter, ganze Armeen auf die Stadt und die Festung ein. Nun konnten sie sogar die Kriegsmaschinen erblicken: riesige Belagerungstürme, Rammböcke, Steinschleudern und allerlei andere Vernichtungsmaschinen.
„Es wird ein harter Kampf,“ flüsterte Louen ihm zu. „Sehr hart, mein Freund.“ Die Schützen gingen alle beiseite, als der Grüne Ritter auf die Zinnen zu ging. Sie hatten eine gewisse Furcht, schließlich war er untot, aber er war ein mächtiger Krieger, der es vielleicht sogar mit den Champions des Chaos aufnehmen konnte.
Nach einem langen Blick hinunter in die Straßenschluchtenm, wo sich schon die Stadtmilizen versammelten und zum Gegenangrff bereit machten, wandte er sich wieder dem anderen Ritter zu: „Louen, moblisiere die anderen. Wir werden wohl kämpfen müssen…“
Und während dieser seinen Befehl ausführte, flogen bereits die ersten Geschosse auf die Stadt zu…

„Autsch… Das tat d’m Gobbo weh…“ Der Kamikaze-Goblin war nur noch Matsch, als Knakka seine Überreste knapp unterhalb einer Zinne des Schlosses mittels Fernrohr sah. Er wandte sich um und blickte streng auf die Goblins hinunter: „Ihr Gitzä, beim nächs’n mal wird besser geziehlt. Un‘ du,“ er zeigte auf den Goblin mit den aufgebundenen Flügeln am Rücken, „du, gib dir mehr Mühe!“
Rong’ar hatte dieses „motivieren“ mtangesehen und schüttelte nur den Kopf über dieses Verhalten… Doch als seine Batterie aus Speerschleudern nur in Häuser schoss und keinen einzigen Gegner traff, verfluchte er ebenfalls die Schützen und blickte zu dem grinsenden Ork hinüber, der ihn beobachtet hatte…
Während nun aber die Schüsse der Fernkämpfer meist wirklos waren, rückte der Rest der Armee – von ein paar Orks und Goblins abgesehen – schnell vor, denn niemand, nicht mal die furchtlosen Khorne-Anhänger wollten nun im Schussbereich der Verteidiger sein… Doch nun war aber die Zeit gekommen, die Stärke des Bundes zu zeigen: Von überall aus wurden nun Ziele unter Beschuss genommen, und die Orks mussten große Verluste einstecken. Als dann sogar noch ein Blutdrache von seinem geflügeltem Nachtmahr runtergeschossen wurde, und das geflügelte Wesen anschliessend auch noch über die Burg hinweg floh, fassten die Milizen Mut und stürmten mit den Soldaten des Imperiums den Angreifern entgegen.
Eldreth hatte gerade mit seinen Korsaren ein Haus besetzt, als es überall nur so von magie knisterte. Überall auf dem Schlachtfeld wurden Sprüche gebannt, aber auch ein aar kamen durch, so wurden mit einem Schlag mehrere Orks und Druchii getötet, was aber nur einen geringen Verlust ausmachte…

E s vergingen 30 Minuten, als Norton die ersten Orks und Goblins durch die Strassen jagen hörte. Er und seine Schatten kontrollierten noch einmal ihre Waffen und stürmten dann hinaus auf den Balkon und aufs Dach. Aber nicht nur sie, sondern alle Schatten erschienen innerhalb eines Moments aus ihren Verstecken und feuerten auf die Soldaten der Menschen, die eigentlich den Angreifern entgegenstürmten. Norton erlegte zwei Milizionäre, und augenblicklich fielen viele Menschen durch die Bolzen der Repetierarmbrüste. Doch anstatt zu fliehen, wie es schon einige getan hatten, hatten diese Menschen anscheined irgend ein Gefühl, dass ihnen den Sieg zusprach, und so marschierten sie weiter…
Innerhalb kürzester Zeit gerieten die ersten Orks und Chaoskrieger in blutige Nahkämpfe mit den Menschen inmitten der Stadt. Der Marktplatz, auf dem gestern noch ein riesiger Markt stattgefunden hatte, war heiß umfochten, bis schließlich die Soldaten der anscheinend unendlichen Masse an Goblins nachgeben mussten und flohen in Richtung Festung, wo sie sich verschanzen würde.
Doch hatte das finstere Bündnis ein großes Problem: Die Kanonen des Imperiums hatten schon viele Krieger erlegt, und auf den Straßen tobten viele Kämpfe. Schatten lieferten sich Feuerduelle mit den Jägern der Menschen und ein paar Schattenkriegern ihrer verhassten Vettern. Doch gerade eben wegen diesen Gefechten musste die Reiterei und die Schwere Infantrie nun doch über die Hauptstrasse marschieren, wo sie jedoch in einen Hinterhalt gerieten, der unzählige Leben kosten sollte. Doch keiner der Generäle wusste nun, wie man die Belagerungstürme an die Festung bekommen sollte, wenn alle Zugänge mögliche Hinterhalte beherbergten und die großen Strassen mit Kämpfen voll waren?
Eldreth hatte sich nun schon weit vorgekämpft, als er jede Menge Schatten entdeckte, die sich gerade einen Weg durch andere Fernkämpfer und Milizionäre bahnten. Als er dann auch noch seinen alten Freund Norton aus der Armee entdeckte, stürmte er mit seinen Kriegern, mehreren Chaos-Anhängern, Tiermenschen und dem Nurgle-Champion Valnir die Straße hianuf, um den Weg für den Rammbock der Orks freizumachen…
Auf der anderen Flanke hatten sich nun aber alle fliegenden Monster – 3 an der Zahl – mit ihren Reitern und der Blutdämon bis an die Mauer durchgekämpft, an der die wohl nun hochfliegen werden mussten…

1 Stunde später…
Von weitem konnte der Grüne Ritter schon den Kriegsschrei des Chaos hören, das sich gegen die Mauern der Festung warf. „Die Stadtmilizen sind verloren, Herr. Sie konnten dem Feind zwar große Verluste beibringen, aber dennoch steht nun der Großteil der Armee vor den Mauern…“ hatte ein Bogenschütze dem Grünen Ritter berichtet, der kurz darauf von einem Speer der Goblin-Speerschleudern erwischt wurde. Auch die Steinschleudern hatten den mauern zugesetzt, aber sie hielten Stand.
Doch von einem Moment auf den anderen erklangen die Alarmglocken von den Türmen der Festung. „Verteidiger auf die Mauern! Der Feind versucht herauf zu kommen.“ Die Bogenschützen und Infanteristen standen nun auf den Wehrzinnen und warfen Steine auf die an der Leiter kletternden Orks, Tiermenschen und Untote. Ein Magier befehligte auch ein paar Hochelfen beim Ausschütten des Alchimistenfeuers, dass sogar durch die Chaosrüstungen vereinzelter Krieger drang.
Gerade in dem Moment, in dem die Verteidiger einen Jubelschrei ausstiessen, als mehrere Kanonensalven zwei Lindwürmer zu Boden streckten, pochte es laut am Großen Tor der Festung. Plötzlich wurde es still, überall setzen die Kämpfe aus.
Eine laute, hallende Stimme drang in den Burghof: „Grüner Ritter, wir wissen das Ihr da drinnen seid! Kommt heraus, und stellt Euch zu einem fairen Zweikampf, Mann gegen Mann!“
Eldreth hörte die Stimme, als er sich gerade an die Wand drückte, und mitansah, wie die restlichen Schwarzen Gardisten und Korsaren – bis auf zwei Gardisten – unter Qual durch das heruntergeschüttete Pech sterben mussten. Doch es interessierte ihn auch, wer vor der dem Tor den Ritter herausgefordert hatte. Er tippte auf Garathor, den Champion der Khorne-Legion, er war der einzige, der es darauf angelegt hätte, einen fairen Zweikampf zu wollen…
Doch mussten jetzt alle schnell handeln. Der Ansturm auf die Burg hatte lange gebraucht, viele Krieger aller Völker hatten ihr Leben gelassen. Aber die Schatten, die es ebenfalls bis an die Mauer geschaft hatten, warfen nun ihre Kletterhaken hinauf. Norton kletterte schnellst möglich hinauf, gefolgt von etwa einem Dutzend Schatten. Doch anstatt auf den Zinnen zu kämpfen, schwungen sie sich durch drei Fenster, die sie in einen der vielen, verwinkelten Gänge im Innreren der Burg führte.

W ährenddessen wurde das Tor zum Entsetzen der Verteidiger geöffnet, und der Grüne Ritter ritt mit seinen Rittern hinaus. Eldreths Verdacht hatte sich bestätigt: Garathor stand vor den Toren, auf einen Kampf wartend. Doch wie es sich eigentlich für einen Edelmann Bretonias gehörend, griffen die Ritter ihren Bodenständigen Gegner mit ihren Lanzen an. Ein Stich des Grünen Ritters durchstiess sogar die Rüstung, doch schien es, als wenn der Champion die anderen Schläge mit seinem mächtigen Schild parierte, und gleichzeitig einen Ritter aus den Steigbügeln hebte. Als nun auch die Zwerge und die restlichen Ritterschwadrone einen Ausfall wagten, wurde ihnen erst jetzt bewusst, was sie getan hatten: vor den Toren sahen sie sich einer gewaltigen Armee aus Orks, Rammbockschiebenden Goblins und Nachtgoblins mit Squigs, Chaoskriegern, Lord Archaon, einigen Tiermenschen und Untoten und den restlichen Druchii gegenüber.
Es wurde ein harter und blutiger Kampf, aber es schien fast, als würden das „Sonnenbündnis“ einen Vorteil erringen! Doch dann passierte es: während sich Eldreth, die Schatten, Schattenklinge, der Meisterassassine und Valnir gegen die Wachen durchzusetzten versuchten, füllten alle eine große Erschüttterung an den Festungsmauern.
Als zwei Kamikazegoblin, gefolgt von einem großen Stein und dem Nachsetzen des Blutdämons fiel die ganze westliche Mauer ein! Ausserhalb befanden sich nur ein paar wenige Orks und Goblins, doch allein der Blutdämon hätte den Verteidigern die Angst eingetrieben… Und nun kam auch noch einer der zwei noch verbliebenen Belagerungstürme endlich an die Mauer.
Die Verteidiger formierten sich, um den kommenden Angriff abzuwehren, doch als die Rampe runterging, überkam sie das Grauen: eine ganze Horde Hexenkriegerinnen stürmte auf sie ein, darunter auch eine der gefürchteten Hexenheldinnen…

Wer sich jetzt frägt, wo Archaon geblieben ist: Er hatte seine Punkte schon lang wett gemacht, denn er trieb mit den verbliebenen Rittern die Gegner auf die Festung zu, so dass er gerade mitten in die große Schlacht vor dem Tor hineingallopierte…
Doch tragisch wurde es in den Gängen der Burg: Ein paar Orks hatten es mitlerweile in den großen Festsaal geschafft, als sich alle noch lebenden des Bündnisses in den Saal zurückzogen, wo sie sich schon bald gegen die unterlegenen Orks durchsetzten. Auch Eldreth und Schattenklinge waren mit gerade mal 2 schatten stehen geblieben… Und nun überrachten ein paar Schwarze Boten die Nachricht, das sich von Süden her, über die Strasse, eine Armee der Hochelfen näherte…
Der Blutämon, der Herrscher des Wandels und der Große Verpester – der Slaanesh-Junge war vor den Toren -, die übriggebliebenen Ork-Bosse auf den Lindwürmern und Orks und Goblins griffen die neu erschienene Armee an: Der Blutdämon verlor mehrere Lebenspunkte, doch am Ende waren selbst die Reserven geschlagen.
Doch um selbst die ganze Festung zu besitzen, stürmten alle Chaoskrieger mit den Khorne-Dämonen und den Tiermenschen in den Saal der Festung, und eroberten letztendlich auch diesen Platz…

Z usammenfassung: Die Schlacht war wirklich gewaltig. Überall gab es Gefechte, und die Leichen stapelten sich wirklich hoch… (wir haben alle ausgeschaltenen Modelle auf den Boden gelegt…)
Endstand:
„Das Sonnenbündnis“ wurde komplett vernichtet
„Die Mitternachtsarmee“ bestand aus gerade noch 4500 Punkten…
Es war das reinste Massaker, aber es gab auch wirklich witzige, heldenhafte und gemeine Taten. Z.B. hatten wir mit dem Hinterhalt auf der Hauptstrasse nicht gerechnet, oder mit der Reservearmee. Aber es gab auch witziges, als z.b. sich die Goblins und Orks teilweise gegenseitig gekloppt haben (Stänkerei) aber auch die Szene, in der Schattenklinge in der Ecke eines Raums stand, und in der nächsten Runde auf einmal alle tot um ihn herum lagen…
Magie:
Es wurde sehr viel Magie benutzt, aber nur sehr wenige Sprüche kamen durch, beim nächsten Mal gibt’s weniger Magie…
Die Festung stand an sich noch, bloß das eine Mauerteil fehlte nach Massig Beschuss und Blutdämon… (Gott, ich liebe ihn…) Aber der Höhepunkt der Schlacht war das Gefecht vor den Toren: Wir haben nachgezählt und stellten folgendes fest:
am Höhepunkt des Kampfes, waren 11.000 Punkte daran beteiligt!!!
und zum Schluss standen nur noch der Chaos-Champion Garathor (ja, er hat’s überlebt!!!) und etwa 1.200 Pkt. an Chaos, Orks usw. da hat sich echt alles gestapelt…
so, das war’s dann wohl, aber das Bündnis hat uns ne Revanche angekündigt… dann verteidigen wohl wir… ;[=]
P.S.: wir haben von Freitag, 16 Uhr bis Sonntag 21 Uhr gespielt (natürlich mit jeder Menge Pausen…)

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