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Dunkelelfen vs. Necrarch

Dieser Schlacht sind so einige taktische Überlegungen voran gegangen. Was sind Untote für Gegner?
Meiner Meinung nach ist Psychologie die stärkste Waffe der Untoten, selbst Angst verursachend und immun gegen Psychologie und sogar Aufrieb.
Kein Moralwert der Welt kann Dir helfen, wenn Du gegen eine angstverursachende Einheit in Überzahl verlierst und davon haben Untote reichlich!
Also muss man seine eigenen Nahkampftruppen darauf vorbereiten.
Zusätzlich verfügen Untote mit Verfluchten und Fluchrittern über wirklich harte Nahkampftruppen, die es im Kampf Regiment gegen Regiment mit jedem Gegner aufnehmen können.
Diese Einheiten dürfen nicht ungestört in den Nahkampf kommen! Halte sie auf!
Einzigartig sind die körperlosen Einheiten.
Wenn Dein 500 Punkte Echsenritterregiment von 65 Punkten Geistern 2 Runden aufgehalten wird, nur weil Du keinen Schaden verursachen kannst, kann das Deinen kompletten Schlachtplan über den Haufen werfen.
Also denke Dir was aus.
Desweiteren sind Untote eine sehr magielastige Armee. Selbst „normale“ Helden können zaubern und ein Necrach General kann ein Stufe 3 Zauberer mit zusätzlichen Energiewürfeln werden.
Sei darauf vorbereitet!

Meine Taktik habe ich dementsprechend defensiv ausgerichtet.
Mein Plan war es, die teuren Regimenter, die auch nicht mehr durch Skelette verstärkt werden können stark zu dezimieren oder sogar zu vernichten, um mich dann ungestört der Aufgabe widmen zu können, die Massen von Skeletten zurück ins Grab zu schicken.
Der erste Teil sollte erreicht werden von nicht weniger als 4! Repetierspeerschleudern, einem 10er Regiment und einem 20!er Regiment Repetierarmbrustschützen, die ich alle mit Schildern und Standarte ausgerüstet habe, um eine (für Elfen) harte (RW 4+) Nahkampfeinheit zu haben – doch dazu später mehr.
Beim Gelände würfelte ich zu meinem Glück zwei niedrige Hügel, so dass ich alle dort unterbringen konnte, d.h. dem Untotenspieler würden pro Schussphase nicht weniger als 84! Bolzen um die Ohren fliegen.
Den zweiten Teil sollten sich dann hauptsächlich zwei Einheiten zur Brust nehmen.
Die erste war ein Regiment, das ich schon immer mal ausprobieren wollte, und bei 3000 Punkten auch realistisch schien. Ein 9er Echsenritterregiment, angeführt von dem Armeestandartenträger mit dem Hydrabanner.
Dieses Regiment war mit seinen 4 S6, 8 S5 und 10 S4 ausgerüstet um Großes zu leisten, aber es sollte mich doch noch ganz schön überraschen!
Das andere war ein 24er Regiment Hexen angeführt von einer Priesterin mit Blutfeuer, um es eventuellen Gespenstern zu zeigen!
Ein wichtiger Teil dieses Regiments und auf Grund der defensiven Taktik passend, war der Blutkessel des Khaine. Ich konnte mich einfach nicht damit abfinden, diesen wichtigen und stimmungsvollen Teil einer Dunkelelfenarmee als spieltechnisch uneffektiv abzuschreiben und ich sollte recht bekommen.
Mir seiner Hilfe sollten meine Hexen noch wahre Wunder vollbringen!

Um nun zur Magie, die, wie gesagt, einen wichtigen Part im Spiel gegen Untote übernimmt, zu kommen: Ich habe mich überschätzt!
Ich habe auf einen Adligen zu Gunsten einer Erzmagierin verzichtet und habe sie durch zwei 2stufige Zauber unterstützen lassen. Das war mehr, als ich je eingesetzt hatte und es reichte nicht. Mein Gegner besaß 17! Energiewürfel gegenüber meinen 6 Bannwürfeln.
Das ließ mich ersteinmal schlucken – da wusste ich aber noch nicht, dass er auch mit gebundenen Sprüchen gesegnet war…
Ich rette mich, indem ich Sprüche, die meinen Plan nicht allzusehr bedrohten, geschehen ließ und nur wirklich üble bannte (Nagash’s Todesblick auf meine Erzzauberin und so…).
Lustig war es dann allerdings als er in einer Runde nicht weniger als 3mal Totale Energie würfelte und ich so alle meine 6 Bannwürfel am Ende der Runde noch über hatte!
Meine offensive Magie nutzte ich hauptsächlich um seine Körperlosen zu dezimieren, er hatte vier Bases Geister und drei Banshees. Ein Frostwind ist immer durchgekommen 😉

Insgesamt standen mir gegenüber:
Zwei Regimenter Verfluchte, zwei Skelette, ein Regiment Todeswölfe, fünf Ghule, die Körperlosen, zwei Necrach Vampire und nicht weniger als vier Nekromanten.
Dem entgegenzustellen hatte ich ein Regiment Echsenritter, eins Hexen, ein kleines Korsaren, ein kleines Henker (ich wollte mal eine Variante der Abteilungsaufstellung des Imperiums ausprobieren – leider ließ einer der vielen Vanhel’s das Generalsregiment direkt hineinrauschen…), ein kleines und ein großes Schützen, sechs schwarze Reiter und fünf Schatten

Die Schlacht selbst war eine der besten, die ich je gespielt habe. Auf beiden Seiten ist viel passiert und die Spannung blieb bis in die letzte Runde erhalten.
Einige Sachen möchte ich besonders hervorheben.
Als erstes das 20er Regiment Schützen, ausgerüstet mit Musiker, Standarte und Schilden.
Dieses Regiment hat geleistet, was es sollte. Obwohl kein Gegner frontal aufprallte, hat es doch einigen Schaden im Fernkampf ausgeteilt und als es in den Nahkampf ging, hatten normale Skelette gar keine Chance.
Die guten Profilwerte (KG 4 und Ini 5 haben dafür gesorgt, das einige Skelette dran glauben mussten und der RW von 4+ war verantwortlich für die geringen Verluste) und die restlichen Bonuspunkte haben dieses Regiment zu einem Gewinner gemacht.
Erst als in der 5ten Runde das Verfluchtenregiment mit dem General in die Seite krachten mussten sie wohl oder übel fliehen, allerdings bei nur einem Verlust von zwei Kriegern (RW 4+!).
Sie haben sich wieder gesammelt (Musiker!) und haben mir alle Punkte gerettet.

Das zweite Regiment waren die Hexen. Diese Damen haben die Schlacht gewonnen, indem sie es alleine mit allen Skeletten auf dem Feld aufgenommen haben (ein Regiment von vorne und eins in der Seite + Vampir).
Sie haben kräftig ausgeteilt (in einer Runde 25 Skelette mit überzähligem Schaden) und als sie in die Flanke angegriffen wurden haben sie aufgrund der Raserei (der Kessel hat dafür gesorgt, das sie wild bleiben) ihre Position gehalten.
Dies ist meiner Meinung nach die wichtigste Eigenschaft des Kessels. Verwundungswürfe wiederholen und ein 6+ Rettungswurf sind nützliche Gimmicks, aber ein Regiment, dass immun gegen Psychologie bleibt und so nicht automatisch flieht und Deine ganze Schlachtreihe auseinander reißt, ist wirklich wichtig!
So wird ein großes Regiment Hexen zu einem wirklich miesen Gegner, besonders gegen die Standardinfanterie des Gegners (und das schon ohne Giftattacken).

Kommen wir zu den Echsenrittern. Sie sollten es mit den heftigeren Gegnern aufnehmen.
Was soll ich sagen. Sie prallten in der dritten Runde auf ein schon dezimiertes Regiment Verfluchte (Speerschleudern sind Gold wert) und vernichteten es in dem ersten Ansturm.
Da war ich ja schon begeistert, aber in der letzten Runde prallten sie auf das letzte, noch komplette Regiment von 18 Verfluchten, dem General und einem Nekromanten.
Dieses Regiment stand zu seinem Unglück genau im Weg (ich hatte vorher ein Fluchttrick angewandt, um ihren Angriff verpatzen zu lassen).
Sie löschten das Regiment aus und ließen den General mit zwei Lebenspunkten alleine stehen!
Verfluchte! W4 und RW 5+.
Damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Dieses Regiment kostet 500 Punkte und ist wirklich jeden von ihnen wert. Damit haben die Dunkelelfen etwas, dass wirklich hart zuschlagen kann!.

Die Schlacht ist mit einem Massaker ausgegangen. Obwohl ich auch gelitten haben, hatte jedes Regiment, das noch stand mehr als 50% seiner Sollstärke. So verlor ich nur Truppen für knapp 1000 Punkte, während ich die gegnerische Armee fast vollständig vernichtete.
Es war eine ausgeglichene Schlacht, die sich erst ganz am Ende so stark entschieden hat. Die besten Schlachten sind immer die, bei denen beide Seiten Spaß haben und ich denke, ich kann hierbei von solch einer sprechen.

Die Druchii haben also ein weiteres Mal triumphiert und auch unter den neuen Bedingungen bewiesen, dass sie die wahren Könige des Schlachtfeldes sind – in diesem Sinne
Euer Dunkelelfenscherge.

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